Was tun bei....?
Auf dieser Seite gibt es Antworten zu häufig gestellten Fragen
Was tun bei akutem Durchfall?
Von akutem Durchfall spricht man, wenn das Problem erst seit ein paar Stunden bis zu maximal 3 Tagen auftritt. Der Durchfall kann breiig, wässrig und auch blutig sein. Wichtig ist die Frequenz - wenn der Durchfall nur 1-2 mal täglich auftritt schwächt es den Körper nicht so stark, wie eine Darmentleerung im Stundentakt. Mit Welpen /Kitten/ Fohlen sollte man zeitnah den Tierarzt aufsuchen, da junge Tiere sehr schnell dehydrieren. Als Tierhalter kann man zu Hause schon einmal Fieber messen - Infektiöse Durchfälle gehen meist mit erhöhter Temperatur einher, während Magen-Darmverstimmungen durch z.B. Futterwechsel oder Überfressen häufig von normaler Körpertemperatur begleitet werden. Teilen Sie Ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker alle gesammelten Informationen zu Frequenz und Farbe des Kotes, sowie zur Körpertemperatur mit. Beim Hund ist bei Durchfall das Weglassen einer oder mehrerer Mahlzeiten oft sehr hilfreich und bis zu 2 Tage kein Problem (nicht bei Welpen!). Bei Katzen sollte die Futterpause nicht länger als 24h dauern, da es sonst zur Fettleber kommen kann. Bei Pferden sollte auf Kraft- und Saftfutter verzichtet werden, aber weiterhin ausreichend Raufutter zur Verfügung stehen. Wichtig für alle Tierarten: Unbedingt genügend frisches, sauberes, nicht zu kaltes Wasser anbieten. Elektrolytpulver aus der Apotheke kann bei Durchfall mit hohem Flüssigkeitsverlust den Mineralienhaushalt ausgleichen.
Aus naturheilkundlicher Sicht sollte der Durchfall nicht sofort medikamentös gestoppt werden. Der Körper scheidet Erreger oder falsche Nahrung auf diesem Wege aus und reinigt sich. Natürlich muss man das Tier aber gut beobachten und bei Unsicherheiten einen Tierarzt aufsuchen. Bestimmte Infektionskrankheiten können sehr schwer verlaufen und erfordern schulmedizinische Behandlung. Viele Durchfallerkrankungen lassen sich mit Unterstützung von Homöopathie, Pflanzentherapie und Unterstützung des Darmes gut in den Griff bekommen. Wenn das Problem wiederholt auftritt, dann ist eine Untersuchung und ggf. Stärkung der Darmflora sehr hilfreich.
Was tun bei akuter Bronchitis?
Ein akuter Infekt der Atemwege macht sich meist durch Husten, Niesen, Nasenausfluss und ein gestörtes Allgemeinbefinden bemerkbar. Oft sind die Tiere gerade am Anfang etwas matt und appetitlos und schlafen mehr. Wenn ein Fieberthermometer vorhanden ist, dann wäre die erste Handlung, die Körpertemperatur zu ermitteln. Dazu ist es hilfreich, die normale Körpertemperatur zu kennen:
Pferd: 37.0 - 38.2°, Hund: 37.5 - 39.0°, Katze: 38.0 - 39.0°
Liegen eine stark erhöhte Temperatur, große Mattigkeit oder Unruhe und weitere Symptome vor, bitte den Tierarzt aufsuchen.
Ist die Körpertemperatur gar nicht oder nur geringfügig erhöht und das Allgemeinbefinden normal, dann kann man zu Hausmitteln greifen. Wenn eine homöopathische Hausapotheke vorhanden ist, dann kann ein passend ausgewähltes Mittel sehr schnell Besserung bringen. Nicht nur für die Auswahl des homöopathischen Mittels, sondern generell sammelt man erstmal alle Symptome, die vorliegen:
- ist Husten und oder Nasenausfluss vorhanden?
- wie sieht das Sekret aus - Farbe und Konsistenz?
- wie sehen die Schleimhäute im Maul und die Bindehäute der Augen aus - normal rosa oder gerötet?
- ist die Atemfrequenz erhöht?
Generell ist zur ersten Hilfe bei Atemwegsinfekten eine Inhalation sehr sinnvoll! Diese kann über einen einen Ultraschallvernebler erfolgen, oder über eine Inhalationsmaske bzw. Inhalationskammer. Hunde und Katzen können in eine Transportbox gesetzt und der Dampf entsprechend davor positioniert werden. Als Ultraschallvernebler kann man einen einfachen Vernebler nutzen, der für ätherische Öle verwendet wird. Bitte aber für die Tiere auf den Einsatz ätherischer Öle verzichten und mit physiologischer Kochsalzlösung 0,9%ig aus der Apotheke arbeiten. 1 mal täglich für ca. 10-30 Minuten ist eine Inhalation sinnvoll.
Weiterhin ist als Unterstützung auch eine Gabe von Hustentee (aufgebrüht und abgekühlt) über das Futter möglich - bei Hunden und Pferden einfach ins Futter einmischen. Bei Katzen bitte nicht, denn diese vertragen viele Kräuter nicht und können starke Nebenwirkungen bekommen. Bei Katzen kann man auf Katzenkralle, Hagebutte oder auch Echinacea zurückgreifen.
Zur Stärkung des Immunsystem kann man das homöopathische Komplexmittel Engystol von der Firma Heel in verschiedenen Darreichungsformen geben.
Sollten sich die Symptome des Atemwegsinfektes innerhalb von 3 Tagen deutlich bessern - bitte einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker zur Rate ziehen. Die im Text gegebenen Empfehlungen stellen nur Anhaltspunkte dar. Im Akutfall muss immer individuell entschieden werden, welche Therapie oder welcher Therapeut passend ist.